Trauerdruck-Software für Bestatter: Anbieter im Vergleich

Trauerkarten, Sterbebilder, Danksagungen und Todesanzeigen gehören zum Alltag eines Bestattungshauses. Damit diese Drucksachen rechtzeitig fertig werden, gibt es verschiedene Lösungen: Trauerdruck-Software als Modul der Bestattersoftware, spezialisierte Programme mit Schnittstelle oder eigenständige Gestaltungsprogramme, Druckportale und Druckerpakete.

Welche Variante am besten passt, hängt davon ab, wie ihr im Haus arbeitet. Manche Bestattersoftware mit Trauerdruck bringt einen eigenen Editor mit und bindet zusätzlich einen Spezialanbieter an. Andere Lösungen übernehmen die Gestaltung komplett oder kümmern sich gleich um den Druck. Wir zeigen euch, welche Bestattersoftware den Trauerdruck wie löst, welche eigenständigen Angebote es gibt und worauf ihr bei der Auswahl achten solltet. Auch die Frage, welche Lösungen dauerhaft kostenlos sind, beantworten wir im Abschnitt zur kostenlosen Trauerdruck-Software.

Drei Wege zum Trauerdruck

Bevor ihr euch nach einer zusätzlichen Trauerdruck-Software umseht, lohnt sich ein Blick auf eure bestehende Bestattersoftware. Vielleicht ist die Gestaltung bereits enthalten oder lässt sich als Zusatzmodul buchen. Je nach Lösung könnt ihr dann Name, Lebensdaten und Angaben zur Trauerfeier direkt aus der Sterbefallakte in die Vorlage übernehmen. Das spart doppelte Eingaben und verringert das Risiko von Übertragungsfehlern.

1. Trauerdruck als Modul der Bestattersoftware

Hier kommt der Editor direkt vom Hersteller eurer Bestattersoftware. Die Vorlagen können Daten aus dem Sterbefall übernehmen. Abgerechnet wird je nach Anbieter über das bestehende Paket, ein kostenpflichtiges Zusatzmodul oder eine Gebühr pro Sterbefall.

2. Spezialist mit Schnittstelle

Ein externer Anbieter übernimmt die Gestaltung und ist mit eurer Bestattersoftware verbunden. Die Falldaten werden an das Programm übergeben. Bei einer engen Integration landen auch die fertigen Dokumente wieder in der Sterbefallakte. Ob dafür ein zusätzlicher Vertrag nötig ist, hängt von der jeweiligen Bestattersoftware ab.

3. Eigenständige Lösung

Ihr nutzt ein separates Gestaltungsprogramm, ein Druckportal oder ein Druckerpaket für den Eigendruck. Eine Anbindung an die Bestattersoftware ist dafür nicht zwingend nötig. Die Daten tragt ihr direkt im Programm ein oder übernehmt sie per Datei.

Die Übergänge zwischen diesen drei Varianten sind fließend. Pacemo Flow bietet mit Pacemo Tribute ein eigenes Gestaltungsmodul und zusätzlich eine Schnittstelle zur Trauerdruck App. In der Bestattungs.App ist Trauerwerk enthalten, ein Editor aus demselben Haus. Daneben lässt sich auch die Trauerdruck App anbinden. Ruhe Sanft übergibt Sterbefalldaten ebenfalls an die Trauerdruck App. Im Handbuch von 2022 ist außerdem eine Datenübergabe an den peka Trauerdruck-Assistenten beschrieben.

Auch der umgekehrte Weg ist möglich: Einige Hersteller bieten ihre Trauerdruck-Lösung unabhängig von der eigenen Bestattersoftware an. SDS Trauerdruck gibt es beispielsweise als Modul in SDS Bestatter und als eigenständige Anwendung. Trauerwerk wiederum stellt in seinem eigenständigen Abo ab dem Tarif Professional eine Programmierschnittstelle für andere Bestattersoftware bereit. Welche Bestattersoftware welchen Weg geht, seht ihr in der Vergleichstabelle. Anschließend stellen wir die eigenständigen Lösungen im Detail vor.

Weiße Rosen in einer Glasvase neben einer leeren Karte und Umschlägen auf einem Holztisch
Ob ihr Trauerdruck im eigenen Haus erledigt oder an eine Druckerei gebt, ist eine der ersten Fragen bei der Auswahl der passenden Lösung.

Bestattersoftware mit Trauerdruck im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt, wie die einzelnen Bestattersoftwares den Trauerdruck abdecken, welche Möglichkeiten Angehörige zur Abstimmung haben und welche Kosten anfallen. Grundlage sind die Hersteller-Websites und unsere Interviews, Stand Oktober 2026. Die Anbieter sind alphabetisch sortiert; die Reihenfolge ist keine Bewertung.

Auf dem Smartphone lässt sich die Tabelle im Querformat am besten lesen.

BestattersoftwareTrauerdruck-LösungBeteiligung der AngehörigenKosten
Alamida• Editor für Zeitungsanzeigen
• Weitere Drucksachen seit Version 9 (Februar 2026) nicht mehr enthalten
Keine AngabeSoftware kostenlos
BestatterPortal / LUMO (Kollenhof)• Schnittstellen zu memorius und zur Trauerdruck App
• Formulierungshilfen im Kundenportal
Freigabe-Modul im Kundenportal: Angehörige geben den Entwurf frei oder melden Änderungswünsche• Software 19,95 € je Sterbefall plus 499 € einmalig
• Trauerdruck App separat bei Xenoage
• memorius gegebenenfalls zusätzlich kostenpflichtig
BestattungONETrauerdruck direkt aus dem Sterbefall: Zeitungsanzeigen, Gedenkkarten, Danksagungen, Einladungen, Sterbebilder• Keine Angabe zu einer Online-Freigabe
• Texte, Varianten und Freigabestände liegen zentral am Sterbefall
Im Komplettpreis von 89 € im Monat enthalten
Bestattungs.App• Trauerwerk: Editor aus demselben Haus
• Zusätzlich Anbindung der Trauerdruck App
• Freigabe-Link ohne Login
• Rückmeldungen erscheinen als Aufgabe am Sterbefall
• Trauerwerk im Plan enthalten (449,95 € im Monat bei jährlicher Zahlung)
• Trauerdruck App separat bei Xenoage
CleverOne• Beschreibt ein eigenes Trauerdruckmodul mit Editor
• Führt die Trauerdruck App unter seinen Integrationen
• Eigendruck mit eigenen Vorlagen oder Bestellung über Onlinedruckerei
• Zeitungsanzeigen online schalten
• Angehörige können im Kundenportal für den Editor freigeschaltet werden und selbst gestalten
• Das Bestattungshaus holt dort Freigaben ein
• Trauerdruckmodul auf der Preisseite im Paket ohne Aufpreis aufgeführt
• Kosten der Trauerdruck App in CleverOne: keine Angabe
• Paket gestaffelt nach Vorgängen im Jahr, von 69 € (bis 50) bis 746 € im Monat (über 450), plus 3.750 € einmalig
Digitaler Bestatter Assistent• Eigener visueller Editor
• Zeitungsformate in Millimetern
• Ausgabe als PDF
Keine Angabe• Im Abo ohne Aufpreis
• Monatsbeitrag rund 1 € je Sterbefall des Jahresvolumens, dazu 3.850 € Onboarding einmalig
FunerALLSchnittstelle zur Trauerdruck AppKeine Angabe• Monatlicher Fixpreis, Höhe nicht veröffentlicht
• Trauerdruck App separat bei Xenoage
memiliusSchnittstelle zur Trauerdruck App: Falldaten gehen hin, fertige Dateien kommen zurückTrauerdruck-Abnahme im Kundenportal mit Änderungswünschen und Versionierung• Software ab 499 € im Monat bei jährlicher Zahlung, plus 2.800 € Einrichtung
• Trauerdruck App separat bei Xenoage
• Kunden- und Gedenkportal 49 € im Monat
Memorion• Eigenes Add-on Trauerdruck Pro
• KI-Textentwurf aus den Falldaten
• KI-Fotoaufwertung
Review-Link für Angehörige angekündigt, noch nicht verfügbar• Add-on 39 € im Monat, unbegrenzte Dokumente
• Tarife ab 169 € im Monat bei jährlicher Zahlung
Pacemo Flow• Eigenes Zusatzmodul Pacemo Tribute mit Vorlagen, auch für BOK-Karten
• Optionaler Druckservice
• Zusätzlich Schnittstelle zur Trauerdruck App
Keine Angabe• Tribute 8 € je Sterbefall, in dem ihr es nutzt
• Tarife ab 195 € im Monat (175 € bei jährlicher Zahlung)
• Druck nach Bestellung, z. B. 25 Karten mit Hüllen 75 €, plus Versand
• Trauerdruck App separat bei Xenoage
PowerOrdo• Eigene Trauerdrucksoftware Scrivaro von Rapid Data (Windows), direkt integriert
• Anzeigen per E-Mail an Zeitungen
Abstimmung und Freigabe im Kunden-Center• In den PowerOrdo-Paketen enthalten
• Preise nicht veröffentlicht
ReveanEigener „Kartensetzer“: Trauerkarten, Trauerbriefe, Sterbebilder, Einladungen, Danksagungen aus dem SterbefallFreigabe durch die Familie im Angehörigen-PortalIm Monatspreis von 249 € enthalten
Ruhe Sanft• Datenübergabe an die Trauerdruck App
• Im Handbuch (Stand 2022) zusätzlich Datenübergabe an den peka Trauerdruck-Assistenten
Online-Trauerdruck-Abstimmung mit der Erweiterung Ruhe Sanft XT, in Zusammenarbeit mit Rapid Data• Preise nicht veröffentlicht
• Trauerdruck App separat bei Xenoage
SDS• Eigenes Modul SDS Trauerdruck, auch als eigenständige Anwendung
• Vorlagen für Papiere von BOK Eisfeld, Emmel und „Die Collection“ (Steffens)
• Anzeige per E-Mail aus der Software
Keine AngabePreise nicht veröffentlicht

Ein Name taucht in der Tabelle besonders häufig auf: die Trauerdruck App von Xenoage. Wie eng sie mit der jeweiligen Bestattersoftware zusammenspielt, ist allerdings unterschiedlich. CleverOne beschreibt ein eigenes Trauerdruckmodul mit Editor und führt die Trauerdruck App zusätzlich unter seinen Integrationen. Xenoage selbst bezeichnet die App als integralen Bestandteil von CleverOne, der direkt aus dem Programm aufgerufen werden kann. Für CleverOne, memilius und die Bestattungs.App gibt Xenoage außerdem an, dass die Dokumente aus der Trauerdruck App direkt beim jeweiligen Sterbefall erscheinen. Ob die App separat gebucht wird, hängt von der Bestattersoftware ab; die Angaben dazu findet ihr in der Kostenspalte.

Ein genauer Blick lohnt sich auch bei der Freigabe durch die Angehörigen. Läuft die Abstimmung über ein zusätzliches Kundenportal, kann sie weitere Kosten verursachen. Bei einer Abrechnung pro Sterbefall richtet sich der Preis dagegen nach der Zahl der betreuten Fälle. Ein festes Add-on wie bei Memorion kostet unabhängig davon, wie viele Dokumente ihr erstellt.

Ihr möchtet nicht nur den Trauerdruck, sondern die gesamte Bestattersoftware vergleichen? Auf unserer Startseite findet ihr die Anbieter mit ihren Funktionen und Preisen:

Eigenständige Trauerdruck-Software, Druckportale und Druckerpakete

Wenn eure Bestattersoftware keinen Trauerdruck bietet oder euch die vorhandenen Funktionen nicht ausreichen, könnt ihr auf eine eigenständige Lösung ausweichen. Dabei solltet ihr zuerst entscheiden, wie die Drucksachen entstehen sollen: Druckt ihr selbst auf vorgedrucktem Trauerpapier, gebt ihr die fertigen Dateien an eine Druckerei oder möchtet ihr Gestaltung und Druck aus einer Hand beziehen? Davon hängt ab, welche Anbieter für euch infrage kommen. Wir stellen sie in drei Gruppen vor, jeweils alphabetisch sortiert.

Gestaltungssoftware

peka Trauerdruck-Assistent online

Logo von peka digital (peka Trauerdruck-Cloud)
  • Hersteller: peka digital Services GmbH, Gauting, eine Tochter der peka Verlags-GmbH
  • Für den Trauerdruck: Erinnerungsbilder (Sterbebilder), Danksagungen, Trauerbriefe und Todesanzeigen lassen sich direkt im Browser über die peka Trauerdruck-Cloud gestalten. Die Spaltenbreite passt sich an die gewählte Zeitung an.
  • Druckweg: Ausgabe als druckfertiges PDF für den Eigendruck; Traueranzeigen werden direkt an die Zeitungsverlage übermittelt.
  • Anbindung an Bestattersoftware: Das Ruhe-Sanft-Handbuch (Stand 2022) beschreibt eine Datenübergabe per Datei.
  • Preismodell: Flatrate mit monatlicher oder jährlicher Zahlung, Preise auf Anfrage; beliebig viele Nutzer ohne Aufpreis.

Gut zu wissen: Die ersten 30 Tage sind kostenlos. Das Testangebot gilt nur für Bestattungsinstitute. Passend dazu bietet peka auch OKI-Farblaserdrucker an, mit denen sich unterschiedliche Formate vom Trauerbild über die Doppel-Langkarte bis zum Banner drucken lassen.

Rössler Trauerdruck Online

Logo von Rössler Papier (Rössler Trauerdruck Online)
  • Hersteller: Rössler Papier GmbH & Co. KG, Düren, Hersteller von Trauerpapieren
  • Für den Trauerdruck: eigenständige Gestaltungssoftware, die Rössler als „Druckportal“ bezeichnet
  • Druckweg: keine Angabe; für Banner gibt es ein Komplettpaket mit OKI-A3-Drucker, Bannerstele, Bannerpapier und Vorlagen
  • Anbindung an Bestattersoftware: keine Angabe
  • Preismodell: Software kostenlos

Gut zu wissen: Rössler wirbt mit „Gratis Software für den modernen Trauerdruck“. Bei der Registrierung gebt ihr euer Unternehmen an.

Trauerdruck App

Logo von Xenoage Software (Trauerdruck App)
  • Hersteller: Xenoage Software (Andreas Wenger), Schrobenhausen
  • Für den Trauerdruck: Trauerkarten sowie Trauer- und Zeitungsanzeigen im Browser, auf Windows, Mac, iPad und Tablet. Die Vorlagen orientieren sich an Trauerpapieren von Emmel, BOK, Götting, Steffens, peka, Rössler und MAY+SPIES. Eigene Vorlagen, Symbole und Textbausteine ergänzen die Auswahl.
  • Druckweg: Ausgabe als druckfertiges PDF, Versand per E-Mail oder Weiterbearbeitung in Microsoft Word
  • Anbindung an Bestattersoftware: CleverOne führt die App unter seinen Integrationen; Xenoage bezeichnet sie als integralen Bestandteil von CleverOne. Weitere Schnittstellen bestehen zu Pacemo Flow, LUMO (Kollenhof), FunerALL, Ruhe Sanft, memilius und Bestattungs.App.
  • Preismodell: jährliches Dokumentenkontingent. Bei monatlicher Zahlung reichen die Tarife von 29 € im Monat (bis 120 Dokumente) bis 149 € im Monat (bis 1.200 Dokumente). Bei jährlicher Zahlung liegen sie zwischen 299 € und 1.499 € im Jahr. Alle Stufen bieten den vollen Funktionsumfang und erlauben beliebig viele Geräte; die Abos sind monatlich beziehungsweise jährlich kündbar.

Gut zu wissen: Die Trauerdruck App funktioniert auch ohne Bestattersoftware. Für die Abstimmung könnt ihr eine Vorschau mit den Angehörigen teilen. Sie können das Dokument ansehen, aber weder bearbeiten noch herunterladen. Wer die App ausprobieren möchte, kann ohne Anmeldung den Demo-Modus mit Wasserzeichen nutzen. Einen 30-tägigen Testzugang für den produktiven Einsatz stellt Xenoage auf Anfrage bereit.

Trauerwerk

Logo von rxm solutions (Trauerwerk)
  • Hersteller: rxm solutions GbR, Kiel, zugleich Hersteller der Bestattungs.App
  • Für den Trauerdruck: Trauerkarten, Sterbebilder, Danksagungen und Todesanzeigen im Browser. Möglich sind A4, A5, A6, DIN lang, quadratische Formate und Klappkarten mit bis zu vier Seiten. Die Vorlagen orientieren sich an Papieren von BOK, Emmel, Steffens, MAY+SPIES und Rössler. Im Starter-Tarif sind Standardvorlagen enthalten, ab Professional auch Premium-Vorlagen.
  • Druckweg: Export als Vektor-PDF, das sich ohne Qualitätsverlust skalieren lässt, oder als PNG und JPEG mit 300 dpi für Druckerei, Eigendruck oder Zeitung
  • Anbindung an Bestattersoftware: in der Bestattungs.App enthalten; für andere Bestattersoftware gibt es eine Programmierschnittstelle, Deep-Links und Webhooks
  • Preismodell: jährliches Dokumentenkontingent. Bei jährlicher Abrechnung kostet Starter 348 € (bis 200 Dokumente), Professional 708 € (bis 600) und Enterprise 1.428 € (bis 1.500). Das Abo lässt sich jederzeit im Kundenportal beenden.

Gut zu wissen: Mit einem Teilen-Link können Angehörige den Entwurf ohne Login ansehen, kommentieren und freigeben. Ein Workflow mit sieben Statusstufen zeigt, wie weit die Abstimmung ist. Im eigenständigen Abo sind der Freigabe-Link, zusätzliche Mitarbeiter und die Programmierschnittstelle erst ab Professional enthalten. Zum Testen gibt es 14 Tage ohne Eingabe von Zahlungsdaten; in dieser Zeit tragen die Exporte ein Wasserzeichen.

Druckportale: gestalten und drucken lassen

Bei einem Druckportal erledigt ihr die Gestaltung online, den Druck und die Lieferung übernimmt der Anbieter. Ihr braucht also weder einen eigenen Drucker noch einen Vorrat an Papier. Gerade bei Trauerdrucksachen ist die Lieferzeit entscheidend: Zwischen einem Sterbefall und der Trauerfeier liegen oft nur wenige Tage. Prüft deshalb nicht nur die Produktionsdauer, sondern auch Bestellfristen, Versandoptionen und die Frage, was vor einem Wochenende noch möglich ist.

Bestatter Printshop

Logo von Heinzelmann Medien (Bestatter Printshop)
  • Hersteller: Heinzelmann Medien GmbH, Lauf an der Pegnitz
  • Für den Trauerdruck: Sterbebilder, Trauerkarten, Danksagungskarten und Kondolenzbroschüren. Im Online-Vorlagen-Creator könnt ihr auch eigene Motive verwenden. Datensätze lassen sich speichern und zu einem späteren Zeitpunkt bestellen.
  • Druckweg: Produktion durch den Anbieter, Versand am nächsten Tag oder Abholung
  • Anbindung an Bestattersoftware: keine Angabe
  • Preismodell: Preise nicht veröffentlicht

Gut zu wissen: Das Angebot richtet sich ausschließlich an Bestatter. Vor der Produktion könnt ihr den Angehörigen einen Korrekturabzug schicken. Einen Demoshop könnt ihr kostenlos und ohne Registrierung ausprobieren. Die Zugangsdaten fordert ihr per E-Mail an.

memorius

Logo von memorius (memorius Trauerdruck)
  • Hersteller: memorius (Volker Winkler), Kappeln
  • Für den Trauerdruck: Trauerbriefe, Trauerkarten, Danksagungen, Erinnerungsbildchen, Traueranzeigen, Banner und Umschläge. Die Gestaltung erfolgt im Online-Editor; eigene Kartenmotive und Textvorlagen lassen sich ebenfalls verwenden.
  • Druckweg: memorius übernimmt den Druck. Bei Bestellungen bis 12 Uhr ist eine Lieferung am nächsten Tag vorgesehen; für besonders eilige Aufträge gibt es Expressversand. Auf Wunsch werden die Sendungen direkt an die Trauergäste verschickt. Trauerpapiere für den Selbstdruck sind ebenfalls erhältlich.
  • Anbindung an Bestattersoftware: Kollenhof nennt memorius als angebundene Lösung im BestatterPortal.
  • Preismodell: Bestatterkonto kostenlos, Preise nach der Freischaltung

Gut zu wissen: Im Präsentationsmodus könnt ihr die Entwürfe gemeinsam mit den Angehörigen am Bildschirm durchgehen. Alternativ ladet ihr sie über einen Einladungslink eures Bestattungshauses ein, selbst zu gestalten. Die Projekte landen in eurem Konto und können von dort aus bestellt werden.

TrauerDruckPortal

Logo von Rehms Druck (TrauerDruckPortal)
  • Hersteller: Rehms Druck GmbH, Borken
  • Für den Trauerdruck: Trauerkarten, Danksagungen, Sterbebilder, Trauerbriefe, Kaffeekarten und Trauerposter. Für die Gestaltung gibt es ein Formular („Schnelles Gestalten“) und einen Editor („Kreatives Gestalten“).
  • Druckweg: Digitaldruck im eigenen Haus. Bestellungen, die montags bis freitags bis 11 Uhr eingehen, werden am selben Tag produziert und versandt. Am Wochenende wird nicht produziert. Auf Wunsch werden adressierte Kuverts direkt per Post verschickt.
  • Anbindung an Bestattersoftware: keine Angabe
  • Preismodell: öffentliche Stückpreise je Produkt; Bestatter erhalten dauerhaft 25 % Rabatt

Gut zu wissen: Das Portal richtet sich sowohl an Angehörige als auch an Bestatter. Für Bestatter ist der Designservice einschließlich zweier Korrekturläufe kostenlos.

Druckerpakete für den Eigendruck

Wenn ihr viele Drucksachen selbst produziert, kann sich ein abgestimmtes Paket aus Drucker, Papier und Service lohnen. Papierhersteller und Fachhändler bieten dafür Komplettlösungen an, bei denen Drucker und Papier aufeinander abgestimmt sind.

e-p Trauerdrucksysteme

Logo von Elektronik Printing (e-p Trauerdrucksysteme)
  • Hersteller: Elektronik Printing GmbH, Mils (Tirol)
  • Für den Trauerdruck: Komplettpaket aus Drucker, Drucksteuerung, Scanner, Computer, Grafik- und Fotoprogramm sowie Schneidemaschine für Parte (in Österreich die gedruckte Todesanzeige), Sterbebild und Danksagungskarte. Für Banner und großformatige Porträts gibt es eigene Großformatdrucker.
  • Druckweg: Druck im eigenen Haus, abgestimmt auf das Papierangebot von e-p
  • Anbindung an Bestattersoftware: keine Angabe; das Programm bietet eine eigene Sterbefallerfassung, aus der sich Parte, Sterbebild und Zeitungsanzeige befüllen lassen
  • Preismodell: persönliches Angebot nach einem Gespräch vor Ort

Gut zu wissen: e-p beliefert Bestatter in Österreich, Deutschland und Südtirol. Zum Papierangebot gehören mehr als 100 Vordrucke für Todesanzeigen und Parten sowie fast 200 Sterbebild-Motive. Bei technischen Fragen gibt es an sieben Tagen in der Woche Unterstützung per Telefon und Fernwartung.

MAY+SPIES Trauerdrucksystem

Logo von MAY+SPIES (MAY+SPIES Trauerdrucksystem)
  • Hersteller: MAY+SPIES GMBH, Düren, Hersteller von Trauerpapieren
  • Für den Trauerdruck: Farbdrucker Kyocera TASKalfa 4054ci für die Trauerserien von MAY+SPIES. Damit lassen sich unter anderem Trauerbogen, Karten, Erinnerungsbilder und Kaffeekarten drucken.
  • Druckweg: Eigendruck bis zum Format SRA3 (etwas größer als A3), auf Papier mit bis zu 300 g/m²
  • Anbindung an Bestattersoftware: keine Angabe
  • Preismodell: Laufzeitvertrag über 36, 48 oder 60 Monate, inklusive Wartung und monatlichem Seitenkontingent

Gut zu wissen: Im Vertrag sind monatlich 1.000 Schwarz-Weiß- und 250 Farbseiten enthalten. Vorlagen für MAY+SPIES-Papiere gibt es unter anderem in der Trauerdruck App und in Trauerwerk.

Worauf es bei Trauerdruck-Software ankommt

Was Trauerdruck im Alltag bedeutet, bringt Thomas Voss, Geschäftsführer von Voss Bestattungen in Paderborn, in einem Beitrag von Rapid Data auf den Punkt: „Die Leute wollen einfach etwas Schriftliches haben. Ganz nebenbei ist das ja auch Werbung für uns.“ In seinem Bestattungshaus gestalten fast alle Mitarbeitenden die Drucksachen selbst. Welche Software dafür geeignet ist, entscheidet sich nicht allein an der Zahl der Vorlagen.

Daten aus der Sterbefallakte

Geburtsname, Lebensdaten, Uhrzeit und Ort der Trauerfeier: Solche Angaben werden für mehrere Drucksachen benötigt. Wer sie jedes Mal neu eintippt, riskiert Übertragungsfehler und verliert unnötig Zeit. Deshalb ist es hilfreich, wenn die Vorlage direkt auf die Daten aus der Sterbefallakte zugreift.

Das bieten unter anderem BestattungONE, der Editor des Digitalen Bestatter Assistenten, Memorion Trauerdruck Pro, Pacemo Tribute, Revean, Scrivaro in PowerOrdo, SDS Trauerdruck und Trauerwerk in der Bestattungs.App. Bei angebundenen Speziallösungen solltet ihr genauer hinsehen: Werden nur die Falldaten an den Editor übergeben oder kommen auch die fertigen Dateien zurück? Bei memilius und der Bestattungs.App ist diese Rückgabe vorgesehen.

Eigenständige Programme können ebenfalls eine eigene Datenerfassung mitbringen. Bei e-p legt ihr den Sterbefall beispielsweise im Programm an und übernehmt die Daten daraus in Parte, Sterbebild und Zeitungsanzeige.

Vorlagen, Texte und Fotos

Wer auf vorgedrucktem Trauerpapier arbeitet, kennt das Problem: Schon ein leicht verschobener Text kann dafür sorgen, dass Schrift und Motiv nicht sauber zusammenpassen. Die Vorlagen sollten deshalb genau auf die Papiere abgestimmt sein, die ihr verwendet.

Die Trauerdruck App bringt Vorlagen für Papiere von Emmel, BOK, Götting, Steffens, peka, Rössler und MAY+SPIES mit. Trauerwerk orientiert sich an Produkten von BOK, Emmel, Steffens, MAY+SPIES und Rössler. Bei SDS sind Papiere von BOK, Emmel und „Die Collection“ von Steffens hinterlegt. Pacemo Tribute bietet unter anderem Vorlagen für Karten von BOK.

Prüft deshalb vor dem Wechsel, ob eure vorhandenen Papiere im Programm berücksichtigt werden. Bei peka, MAY+SPIES und e-p bekommt ihr Papier und Drucktechnik vom selben Anbieter. Rössler bietet neben der Gestaltungssoftware auch ein Bannerpaket mit Drucker an. Wenn ihr bisher mit Word arbeitet, lohnt sich ein Blick auf die Möglichkeiten zur Übernahme bestehender Vorlagen: Bei der Trauerdruck App unterstützt der Support dabei, vorhandene Grafik- und Textsammlungen zu übertragen. Außerdem lassen sich Dokumente weiterhin in Word nachbearbeiten.

Auch Textbausteine und Symbole können den Arbeitsalltag erleichtern. Scrivaro bringt eine Motiv- und Spruchsammlung mit, die Trauerdruck App Symbole und Textbausteine. Trauerwerk bietet Trauersymbole und Seitenränder, memorius Textvorlagen und das BestatterPortal Formulierungshilfen. Bei den Fotos gibt es ebenfalls Unterschiede: Memorion bietet einen Foto-Editor mit KI-Aufwertung für alte oder verpixelte Bilder. Pacemo Tribute kann Bilder optimieren und Porträts freistellen.

Zeitungsanzeigen

Bei einer Todesanzeige muss nicht nur der Inhalt stimmen. Auch die Maße müssen zum Verlag passen, und die fertige Anzeige muss rechtzeitig dort ankommen. Wie viel Arbeit euch die Software abnimmt, unterscheidet sich deutlich.

Der peka Trauerdruck-Assistent online passt die Spaltenbreite automatisch an die ausgewählte Zeitung an und übermittelt die Anzeige direkt an den Verlag. Unter anderem bei CleverOne, Scrivaro und SDS lassen sich Anzeigen aus der Software heraus an Zeitungen schicken; Scrivaro und SDS nutzen dafür E-Mail. Die Trauerdruck App kann Dokumente ebenfalls per E-Mail versenden. Alamida enthält seit Version 9 nur noch den Editor für Zeitungsanzeigen. Der Digitale Bestatter Assistent arbeitet mit konkreten Anzeigenformaten in Millimetern, etwa „Anzeige 2-spaltig 60 mm“.

Freigabe durch die Angehörigen

Am einfachsten ist die Abstimmung, wenn ihr den Entwurf gemeinsam mit den Angehörigen durchgehen könnt. Das klappt aber nicht immer, etwa wenn die Familie weiter entfernt wohnt oder nicht persönlich vorbeikommen kann. Ein Freigabe-Link ermöglicht dann die Abstimmung von zu Hause aus. Je nach Lösung lassen sich Änderungswünsche direkt am Entwurf festhalten, und es bleibt nachvollziehbar, welche Version freigegeben wurde.

Bei Trauerwerk können Angehörige den Entwurf ohne Login ansehen, kommentieren und freigeben. Im eigenständigen Abo ist diese Funktion ab Professional enthalten, das bei jährlicher Abrechnung 59 € im Monat kostet; in der Bestattungs.App gehört sie zum Plan. Bei memilius läuft die Abnahme über das Kundenportal, das als Zusatzmodul 49 € im Monat kostet. Ruhe Sanft bietet die Online-Abstimmung über die Erweiterung Ruhe Sanft XT, das BestatterPortal über ein Freigabe-Modul im Kundenportal.

Auch CleverOne, PowerOrdo und Revean bieten Möglichkeiten zur digitalen Abstimmung: Bei CleverOne holt das Bestattungshaus Freigaben im Kundenportal ein, bei PowerOrdo läuft die Abstimmung über das Kunden-Center und bei Revean über das Angehörigen-Portal, das bereits im Monatspreis enthalten ist. Mit der Trauerdruck App könnt ihr eine Vorschau zum Ansehen teilen; eine Bearbeitung oder ein Download durch die Angehörigen ist dabei nicht vorgesehen.

Bei CleverOne und memorius können Angehörige auf Wunsch sogar selbst gestalten, wenn das Bestattungshaus sie dafür freischaltet oder einlädt. Ob das für euch sinnvoll ist, hängt von eurem Arbeitsablauf ab. Wenn ihr die Gestaltung als eigene Leistung des Hauses versteht, möchtet ihr den Entwurf vermutlich selbst in der Hand behalten. Wenn die Familie Vorarbeiten übernimmt, solltet ihr dagegen genügend Zeit für die anschließende Prüfung und Korrektur einplanen.

Preismodelle

Bei den Kosten gibt es keine einheitliche Lösung. Manche Anbieter rechnen nach der Zahl der Dokumente ab, andere pauschal oder pro Sterbefall. Bei integrierten Modulen kann der Trauerdruck bereits im Preis der Bestattersoftware enthalten sein.

  • Kontingent an Dokumenten: Die Trauerdruck App kostet bei jährlicher Zahlung ab 299 € im Jahr für bis zu 120 Dokumente. Trauerwerk startet bei 348 € im Jahr für bis zu 200 Dokumente.
  • Flatrate: Der peka Trauerdruck-Assistent online bietet eine Flatrate; die Preise gibt es auf Anfrage.
  • Je Sterbefall: Bei Pacemo Tribute zahlt ihr 8 € pro Sterbefall, in dem ihr das Modul nutzt, unabhängig von der Zahl der erstellten Drucksachen.
  • Pauschale als Add-on: Memorion Trauerdruck Pro kostet 468 € im Jahr beziehungsweise 39 € im Monat und umfasst unbegrenzt viele Dokumente. Das Add-on ist monatlich kündbar.
  • Im Paket der Bestattersoftware: BestattungONE, Bestattungs.App, CleverOne, Digitaler Bestatter Assistent, PowerOrdo und Revean führen den Trauerdruck im Paket. Bei Alamida ist die Software kostenlos, der Trauerdruck beschränkt sich dort allerdings auf Zeitungsanzeigen.
  • Kostenlose Software: Rössler Trauerdruck Online
  • Nach Druckauftrag: Bei Druckportalen bezahlt ihr die bestellten Drucksachen.
  • Druckerpakete: MAY+SPIES arbeitet mit Laufzeitverträgen über 36 bis 60 Monate inklusive Wartung. Bei e-p erhaltet ihr ein individuelles Angebot.

Welches Modell günstiger ist, hängt vor allem davon ab, wie viele Sterbefälle ihr betreut und wie viele Drucksachen ihr pro Fall erstellt. Bei wenigen Fällen kann ein kleines Dokumentenkontingent ausreichen. Wenn ihr ohnehin Pacemo Flow nutzt, kann die Abrechnung von 8 € pro Sterbefall für Pacemo Tribute interessant sein. Erstellt ihr regelmäßig viele Drucksachen je Fall, lohnt sich der Vergleich mit einer Pauschale oder einem Preis pro Sterbefall.

Fragt vor Vertragsabschluss nach, was der Anbieter als einzelnes Dokument zählt. Wird jede Variante einer Zeitungsanzeige separat berechnet? Wie werden Korrekturen oder erneute Exporte behandelt? Solche Details können bei der Tarifwahl einen Unterschied machen. Hinzu kommen gegebenenfalls die Gebühren der Zeitung für die Anzeige und die Kosten der Druckerei, wenn ihr nicht selbst druckt.

Trauerdruck-Software kostenlos: was wirklich gratis ist

Wenn ihr zunächst ohne laufende Softwarekosten arbeiten möchtet, kommen vor allem zwei Angebote infrage: Rössler Trauerdruck Online und Alamida, die kostenlose Bestattersoftware. Bei Alamida ist der Trauerdruck allerdings auf Zeitungsanzeigen beschränkt. Für Rössler registriert ihr euch als Unternehmen.

Bei anderen Anbietern ist zumindest ein Teil des Angebots kostenlos. Bei memorius kostet das Bestatterkonto nichts, bezahlt wird der Druck. Das TrauerDruckPortal bietet Bestattern einen kostenlosen Designservice; die bestellten Drucksachen sind kostenpflichtig.

Wer erst einmal testen möchte, findet unter anderem diese Möglichkeiten:

  • peka Trauerdruck-Assistent online: 30 Tage kostenlos, ausschließlich für Bestattungsinstitute
  • Trauerwerk: 14 Tage ohne Zahlungsdaten; exportierte Dateien tragen während der Testphase ein Wasserzeichen
  • Trauerdruck App: Demo-Modus ohne Anmeldung mit Wasserzeichen, 30-tägiger Testzugang auf Anfrage
  • Memorion: 30 Tage Testzugang für die gesamte Bestattersoftware; der Trauerdruck ist dort ein Add-on
  • Bestatter Printshop: kostenloser Demoshop ohne Registrierung, Zugangsdaten auf Anfrage per E-Mail

Auch allgemeine Designprogramme wie Canva bieten Vorlagen für Traueranzeigen und Trauer-Dankeskarten und ermöglichen den PDF-Export. Einige Vorlagen sind allerdings als „Pro“ gekennzeichnet. Was branchenspezifische Lösungen darüber hinaus bieten, hängt vom jeweiligen Anbieter ab: Dazu gehören beispielsweise die Übernahme von Daten aus der Sterbefallakte, passgenaue Vorlagen für Trauerpapiere und Funktionen zur Abstimmung mit den Angehörigen.

Fazit

Am besten beginnt ihr die Suche bei der Bestattersoftware, die ihr bereits nutzt. Wenn sie einen eigenen Trauerdruck-Editor mitbringt oder einen Spezialisten eng einbindet, ist das oft der einfachste Weg, vorausgesetzt, die Vorlagen übernehmen die Daten aus dem Sterbefall. Prüft dabei auch, ob die Freigabe durch die Angehörigen enthalten ist oder ein zusätzliches Portal-Modul kostet.

Eine eigenständige Lösung ist interessant, wenn eure Bestattersoftware keinen Trauerdruck bietet oder euch passende Vorlagen für eure Trauerpapiere fehlen. Druckt ihr selbst, solltet ihr vor allem auf die verfügbaren Papiervorlagen achten. Wenn ihr die Drucksachen lieber anfertigen lasst, sind Lieferzeiten und Versandbedingungen des Druckportals entscheidend.

Welche Bestattersoftware über den Trauerdruck hinaus zu eurem Haus passt, zeigt unser Vergleich der Bestattersoftware mit Funktionen und Preisen je Anbieter. Im Schnell-Check könnt ihr Trauerdruck als Anforderung auswählen und euch passende Bestattersoftware anzeigen lassen.